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Warum wurde in der Pfarrei St. Hedwig ein Umweltteam gegründet?

Papst Franziskus hat in seiner Enzyklika „Laudato si“ aus dem Jahr 2015 mit dem Untertitel „über die Sorge für das gemeinsame Haus“ die Position des Menschen in der Welt insbesondere mit Blick auf den Klimawandel in den Mittelpunkt gestellt. Es geht um das gemeinsame globale Gut, das es zu schützen gilt, und um die Frage, wie wir die Zukunft unseres Planeten gestalten wollen.

Diesem Anliegen hat sich zunächst die Deutsche Bischofskonferenz und später auch unser Bischof Bertram angeschlossen.

Wir als Pfarrei St. Hedwig haben uns entschlossen, in diesem Sinn aktiv zu werden. Mittlerweile hat sich ein Umweltteam gebildet, das diese Anliegen initiativ mit Leben erfüllen wird. Inhaltlich wollen wir das seit 1999 existierende Umweltsystem „Grüner Gockel“ der evangelischen Kirche umsetzen.

Am 03.10.2021 fand die Auftaktveranstaltung in unsere Kirchengemeinde statt.

Was ist der „Grüne Gockel“?

Der Grüne Gockel ist ein Umweltmanagement-System zur Erfassung, Bewertung und Reduzierung der Umweltauswirkungen in einer Pfarrgemeinde mit all ihren kirchlichen Einrichtungen.

Über 700 evangelische und katholische Kirchengemeinden in Deutschland arbeiten schon erfolgreich nach diesem System.

Was ist das Ziel des „Grünen Gockels“?

Der „Grüne Gockel“ soll dauerhaft die eigenen Umweltauswirkungen in der Pfarrei  erfassen, bewerten und positiv verändern. Grundgedanke ist es, Arbeitsabläufe so zu organisieren, dass sie systematisch, transparent, nachvollziehbar, glaubwürdig und unumkehrbar zu einer Entlastung der Umwelt beitragen und eine Verbesserung des Umweltschutzes erreicht wird. Gleichzeitig werden die Betriebskosten gesenkt.

Wie wollen wir dieses Ziel erreichen?

Wir wollen Strukturen aufbauen, mit denen wir unsere Umweltbilanzen kontinuierlich verbessern.

Was sind die Aufgaben des Umweltteams?

Zu Beginn werden Umweltleitlinien erarbeitet, die vom Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung beschlossen werden. Es folgt eine Bestandsaufnahme und Bewertung von Verbrauchsdaten wie Strom, Wasser, Wärmeenergie und Abfall mit Vorschlägen für Veränderungen.  Im Umweltprogramm werden messbare Ziele und Maßnahmen formuliert, z. B. die Einsparung von Wärmeenergie, Verbrauchsreduktion, Umstellung auf ökologischere Produkte, Abfälle richtig entsorgen, Öffentlichkeitsarbeit, Veränderung des Nutzerverhaltens etc. Das daraus folgende Umweltmanagementsystem umfasst dann alle Aufgaben und die Verantwortlichkeiten. In der Umwelterklärung werden alle Maßnahmen für die Öffentlichkeit transparent und nachvollziehbar gemacht.  Danach folgt die Zertifizierung.

Quelle: umwelt-evangelisch.de/gruener-gockel/

Was ist unser Selbstverständnis?

Wir verstehen uns als Anwälte, Impulsgeber, Berater, „Kümmerer“ und Vermittler für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen.

Die Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus, die "Handlungsempfehlungen zu Ökologie und nachhaltiger Entwicklung für die deutschen (Erz-)Diözesen" der Deutschen Bischofskonferenz und der Aufruf von Bischof Bertram sind die wichtigsten Grundlagen unserer Arbeit.

Wir machen außerhalb des unmittelbaren kirchlichen Bereichs keine Vorschriften, sondern Vorschläge. Wir schreiben nicht vor was zu tun ist. Wir setzen auf Einsicht und Eigeninitiative. Wir halten es mit Franz von Assisi: „Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten“.

Wir wollen die Pfarrei auch nicht auf den Kopf stellen, sondern mit Augenmaß das verändern, was wir ändern können. Wir wollen aber auch nicht vor den Problemen und Schwierigkeiten die Augen verschließen sondern sie offen und klar ansprechen. Wie hat schon Franz von Assisi festgestellt: „Klug ist, wer die Wirklichkeit so sieht, wie sie wirklich ist, und nicht so, wie ich sie mir erträume oder zurechtschneide.“

Wir sind keine geschlossene Gruppe, sondern offen für alle, die mitarbeiten wollen und denen die Bewahrung der Schöpfung für unsere Nachkommen am Herzen liegt.

Arbeiten Sie mit uns an einer lebenswerten Welt. Wenn Sie mitmachen wollen, melden Sie sich bei den Umweltbeauftragten der Pfarrei,
Frau Monika Schiller, Telefon 0831-51268-18, E-Mail monika.schiller@bistum-augsburg.de  oder
Martina Hämmerle, Telefon 0176-41754272, E-Mail martina.haemmerle@bistum-augsburg.de.

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